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Kiefern-Rotkappe

auch: Fuchs-Röhrling, Fuchsrotkappe, Föhrenrotkappe, Nadelwaldrotkappe

Leccinum vulpinum · syn. Leccinum aurantiacum var. vulpinum, Krombholziella vulpina, Boletus vulpinus

Essbar Röhrenpilz Leccinum (Raufußröhrlinge) Saison: Jun – Okt
Foto: Kiefern-Rotkappe
Foto: Sam Thomas · CC BY 2.0

Schematische Form & Farbe

Die Kiefern-Rotkappe ist ein mittelgroßer bis großer Raufußröhrling mit fuchsrotem bis rotbraunem, samtig-filzigem Hut und weißlichem Stiel, der mit braunen bis schwärzlichen Schüppchen besetzt ist. Sie lebt in strenger Mykorrhiza-Symbiose mit Kiefern auf sauren, sandigen Böden und zählt zu den selteneren, in Deutschland gefährdeten Rotkappenarten.

Hut & Fruchtkörper

Form
jung halbkugelig, im Alter polsterförmig bis flach gewölbt, Huthaut am Rand oft überstehend
Farbe
fuchsrot bis dunkel rötlichbraun
Oberfläche
samtig-filzig, trocken
Durchmesser
4.0 – 22.0 cm

Sporenträger (Hymenophor)

Typ
Röhren
Farbe
jung weißlich bis cremefarben, im Alter graubraun bis gelbbraun, kaum verfärbend
Sporenpulverfarbe
oliv- bis gelbbraun

Stiel

Form
zylindrisch, kompakt und voll, nach unten oft leicht verdickt
Farbe
weißlich mit braunen bis schwärzlichen Schuppen
Oberfläche
mit abstehenden Schüppchen (Raufuß) besetzt, die mit zunehmendem Alter dunkler werden
Maße
6.0 – 22.0 cm hoch · 1.0 – 5.0 cm dick
Besonderheiten
ohne Ring, Scheide oder Netz

Fleisch, Geruch & Geschmack

Fleischfarbe
weiß
Verfärbung
im Schnitt nur schwach und langsam rosa bis bräunlich verfärbend, an der Stielbasis gelegentlich grünlich; beim Kochen schwärzend
Geruch
angenehm, pilzig
Geschmack
mild, angenehm pilzig; roh unverträglich

Vorkommen & Ökologie

Lebensweise
Mykorrhiza
Baumpartner
Kiefer (Pinus sylvestris), seltener Fichte
Habitat
Nadelwälder, bevorzugt unter Kiefern, gelegentlich bei Fichten
Boden
saure, sandige Böden
Saison
JFMAMJJASOND
Jun – Okt

Speisewert & Verwechslung

SpeisewertGuter Speisepilz wie alle Rotkappen, allerdings nicht zu den Top-Speisepilzen zählend; sollte wegen roher Unverträglichkeit ausreichend lang gegart werden.
VerwechslungsgefahrVerwechslungsgefahr besteht vor allem mit anderen Rotkappenarten, insbesondere der nah verwandten Fichtenrotkappe, deren Stielfleisch sich im Gegensatz zur Kiefernrotkappe rosa verfärbt. Auch Abgrenzungen zur Birkenrotkappe, Espenrotkappe und zu Birkenpilzen sind relevant, da alle Rotkappen einander morphologisch ähneln.

Weitere Hinweise

BesonderheitGilt als eine der selteneren Raufußröhrlingsarten, ist in Deutschland als stark gefährdet (Rote Liste Kategorie 2) eingestuft und besonders geschützt. Namensgebend ist die fuchsrote Hutfarbe.
KommentarDa die Art selten und gefährdet ist, sollte sie nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden; eine Schonung der Bestände wird empfohlen.
HinweisWie alle Rotkappen ist die Kiefernrotkappe roh stark unverträglich und sollte vor dem Verzehr ausreichend lange (mindestens 15–20 Minuten) durchgegart werden.

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Verwandte Arten

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