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Birken-Rotkappe

auch: Heiderotkappe, Schwarzschuppige Rotkappe

Leccinum versipelle · syn. Leccinum testaceoscabrum, Leccinum atrostipitatum, Boletus versipellis

Essbar Röhrenpilz Leccinum (Raufußröhrlinge) Saison: Jun – Nov
Foto: Birken-Rotkappe
Foto: Budyn06 · CC BY-SA 4.0

Schematische Form & Farbe

Die Birken-Rotkappe ist ein stattlicher, festfleischiger Röhrling mit orangegelbem bis ziegelrotem, feinfilzigem Hut und einem weißlichen, dicht mit schwarzen Schüppchen besetzten Stiel. Sie lebt in Mykorrhiza mit Birken auf sauren, sandigen Böden und ist an ihrem Fleisch erkennbar, das sich im Anschnitt über rosalila und violettgrau schließlich schwarz verfärbt. Als einer der bekanntesten Vertreter der Rotkappen gilt sie als ausgezeichneter, ergiebiger Speisepilz.

Hut & Fruchtkörper

Form
jung halbkugelig, im Alter polsterförmig bis flach-konvex
Farbe
orangegelb bis ziegelrot, rotbraun, alt auch schmutzig gelbbraun
Oberfläche
feinfilzig, trocken und matt, bei anhaltender Nässe leicht schmierig; Huthaut steht am Rand deutlich über
Durchmesser
6.0 – 20.0 cm

Sporenträger (Hymenophor)

Typ
Röhren
Farbe
jung weißlich bis blassgrau, später graubraun bis olivbraun, auf Druck dunkelnd
Sporenpulverfarbe
olivbraun

Stiel

Form
zylindrisch, leicht keulig, jung bauchig-stämmig
Farbe
weißlich mit schwarzen bis schwarzbraunen Schüppchen
Oberfläche
rau, dicht mit schwärzlichen Schüppchen (Scabern) besetzt, bei Druck grünblau verfärbend
Maße
7.0 – 20.0 cm hoch · 1.5 – 5.0 cm dick
Besonderheiten
ohne Ring, Scheide oder Netz

Fleisch, Geruch & Geschmack

Fleischfarbe
weiß
Verfärbung
verfärbt sich im Anschnitt zunächst rosalila bis weinrot, dann violettgrau und schließlich fast schwarz; schwärzt auch beim Kochen
Geruch
unauffällig, angenehm pilzig
Geschmack
mild, angenehm pilzig, geschmacklich etwas weniger hochwertig als Steinpilz oder Marone

Vorkommen & Ökologie

Lebensweise
Symbiotisch (Mykorrhizapilz)
Baumpartner
Birke
Habitat
lichte Birkenwälder, Heiden, Moore, Birkengebüsch, auch Nadel-Birken-Mischwälder mit eingestreuten Birken
Boden
saure, sandige, kalkarme Böden
Saison
JFMAMJJASOND
Jun – Nov

Speisewert & Verwechslung

SpeisewertHervorragender, sehr ergiebiger und festfleischiger Speisepilz, der nur selten von Maden befallen wird. Wie alle Röhrlinge sollte er gut durchgegart und nicht roh verzehrt werden.
VerwechslungsgefahrVerwechslung besteht vor allem mit anderen Rotkappen wie der Espenrotkappe, der Eichenrotkappe, der Kiefernrotkappe, der Weißstieligen Rotkappe und der selteneren Blasshütigen Rotkappe, die sich meist über den Begleitbaum und die Farbe der Stielschüppchen unterscheiden lassen. Da alle Rotkappen essbar sind, ist eine solche Verwechslung ungefährlich.

Weitere Hinweise

Chemische ReaktionenFeSO4 reagiert an der Trama grünlich bis lindgrün; Formalin färbt das Fleisch lachsfarben bis fast korallenrot.
BesonderheitSchon im Jungstadium tiefschwarze Stielschuppen und strenge Bindung an Birken als Mykorrhizapartner; Fruchtkörper können Schwermetalle wie Quecksilber anreichern.
KommentarEine der bekanntesten und beliebtesten Rotkappenarten, in Bayern auch als Frauenschwammerl bezeichnet.
HinweisWie alle Röhrlinge sollte die Birken-Rotkappe nicht roh verzehrt werden, da sie dann Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann; vor dem Verzehr ausreichend durchgaren.

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Verwandte Arten

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