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Gemeiner Erdritterling
Bedingt essbar Lamellenpilz Saison: Aug – Nov

GemeinerErdritterling

Tricholoma terreum auch: Mäusegrauer Erdritterling · Graublättriger Ritterling · Mäusefellchen · Mäuseritterling · Silber-Erdritterling
Synonyme: Tricholoma myomyces, Tricholoma gausapatum, Agaricus myomyces, Agaricus terreus, Agaricus pullus
Gemeiner Erdritterling
Foto: Holger Krisp
Foto: Gemeiner Erdritterling
Foto: Holger Krisp · CC BY 3.0

Schematische Form & Farbe

Der Gemeine Erdritterling (Tricholoma terreum) ist ein häufiger, mykorrhizabildender Lamellenpilz mit grauem, filzig-faserigem Hut und meist spitzem Buckel. Er wächst gesellig bis büschelig, vor allem unter Kiefern auf sandigen Böden, von Spätsommer bis in den späten Herbst. Als Speisepilz von geringem Wert sollte er wegen der Verwechslungsgefahr mit giftigen grauen Ritterlingen nur von erfahrenen Sammlern geerntet werden.

Hut & Fruchtkörper

Form
jung glockig bis kegelig, später ausgebreitet mit meist deutlichem, spitzem Buckel
Farbe
maus-, schiefer- oder graubraun bis hell silbergrau
Oberfläche
trocken, matt, faserig-filzig bis feinschuppig, bei Trockenheit rissig aufreißend
Durchmesser
3,0–8,0 cm
012 cm

Erscheinungszeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Aug – Nov · rot = aktueller Monat

Sporenträger (Hymenophor)

Typ
Lamellen
Farbe
grauweißlich, im Alter grauer, Schneiden mitunter schwärzlich
Lamellenansatz
ausgebuchtet
Lamellenstand
entfernt
Sporenpulverfarbe
weiß

Stiel

Form
zylindrisch, walzig, voll
Farbe
weiß bis grauweiß, an der Spitze heller
Oberfläche
glatt bis angedrückt faserig, an der Spitze fein bereift
Höhe
4,0–9,0 cm
014 cm
Dicke
1,0–2,0 cm
03 cm
Besonderheiten
ohne Ring, Scheide oder Netz

Fleisch, Geruch & Geschmack

Fleischfarbe
weißlich, kaum verfärbend, höchstens schwach grauend
Verfärbung
keine auffällige Verfärbung, kein Röten oder Gilben
Geruch
unauffällig bis schwach pilzig, nicht mehlig
Geschmack
mild, nicht mehlig oder ranzig

Vorkommen & Ökologie

Lebensweise
Mykorrhizapilz
Baumpartner
vor allem Kiefer, daneben auch andere Nadelbäume wie Fichte, Tanne und Douglasie
Habitat
Nadel- und Mischwälder, Parkanlagen und Wegränder, oft massenhaft unter Kiefern
Boden
bevorzugt sandige, nährstoffarme bis mäßig kalkhaltige Böden

Speisewert & Verwechslung

SpeisewertDer Gemeine Erdritterling gilt als Speisepilz von nur geringem Wert und eignet sich vor allem als Beimischung zu Mischpilzgerichten, da er geschmacklich unauffällig ist.
VerwechslungsgefahrDie größte Gefahr besteht in der Verwechslung mit dem stark giftigen Tigerritterling (Tricholoma pardinum), der sich durch kräftigeren Wuchs, gröbere Hutschuppen, mehligen Geruch und Geschmack sowie einen stämmigeren Stiel unterscheidet. Auch andere graue Ritterlinge wie der Gilbende Erdritterling, der Schwarzschuppige Ritterling, der Beringte Erdritterling und der Schärfliche Ritterling können leicht verwechselt werden, da sich diese Artengruppe oft nur durch Geruch, Geschmack und Verfärbungsverhalten sicher unterscheiden lässt.

Weitere Hinweise

BesonderheitNeuere toxikologische Untersuchungen legen nahe, dass der Gemeine Erdritterling ähnliche muskeltoxische Substanzen enthalten könnte wie der Grünling (Tricholoma equestre), was in Einzelfällen bei sehr hohem Verzehr zu Rhabdomyolyse führen kann.
KommentarDie Erdritterlinge bilden eine taxonomisch schwierige Gruppe sehr ähnlicher grauer Ritterlingsarten, weshalb eine sichere Bestimmung Erfahrung erfordert.
HinweisAufgrund der hohen Verwechslungsgefahr mit dem stark giftigen Tigerritterling sowie möglicher muskeltoxischer Wirkungen bei übermäßigem Verzehr wird von unsicheren Sammlern und von größeren Verzehrmengen abgeraten.

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Verwandte Arten

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