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Blassblauer Rötelritterling

auch: Lavendelfarbener Rötelritterling, Blasser Rötelritterling

Lepista glaucocana · syn. Clitocybe glaucocana, Tricholoma glaucocanum, Rhodopaxillus glaucocanus, Gyrophila glaucocana, Lepista nuda var. glaucocana

Bedingt essbar Lamellenpilz Lepista (Rötelritterlinge) Saison: Aug – Nov
Foto: Blassblauer Rötelritterling
Foto: James Lindsey · CC BY-SA 3.0

Schematische Form & Farbe

Der Blassblaue Rötelritterling ist ein mittelgroßer Lamellenpilz aus der Familie der Ritterlingsverwandten, der dem Violetten Rötelritterling stark ähnelt, jedoch insgesamt deutlich blasser lila-violett bis graulich-weiß gefärbt und stark hygrophan ist. Er wächst von Spätsommer bis in den Herbst gesellig in Wäldern, Wiesen und Gärten, oft in Reihen oder Hexenringen, und gilt als bedingt essbarer Speisepilz, der gut durchgegart werden sollte.

Hut & Fruchtkörper

Form
jung halbkugelig mit eingerolltem Rand, später gewölbt bis flach ausgebreitet, manchmal mit flachem Buckel
Farbe
blass lila bis graulich-weiß oder beige, stark hygrophan und dadurch beim Trocknen stark aufhellend
Oberfläche
glatt, kahl, matt
Durchmesser
4.0 – 15.0 cm

Sporenträger (Hymenophor)

Typ
Lamellen
Farbe
blass lila bis weißlich-lila
Lamellenansatz
ausgebuchtet
Lamellenstand
gedraengt
Sporenpulverfarbe
blass rosa-beige

Stiel

Form
zylindrisch, zur Basis hin oft leicht verdickt
Farbe
blass lila bis weißlich-lila
Oberfläche
längsfaserig, flockig weiß bereift
Basis
keulig
Maße
5.0 – 10.0 cm hoch · 1.0 – 2.0 cm dick
Besonderheiten
ohne Ring, Scheide oder Netz

Fleisch, Geruch & Geschmack

Fleischfarbe
weißlich bis blass lila, im Zentrum meist weißlich
Verfärbung
an der Stielbasis beim Reiben leicht gilbend, ansonsten kaum verfärbend
Geruch
parfümiert-süßlich bis leicht mehlig-muffig, je nach Quelle unterschiedlich beschrieben
Geschmack
mild, leicht nussig, von manchen Sammlern auch als etwas unangenehm empfunden

Vorkommen & Ökologie

Lebensweise
Saprobiontisch
Habitat
Laub- und Nadelwälder (besonders Buchenwälder), aber auch Wiesen, Gärten und Parkanlagen; wächst oft gesellig in Reihen oder Hexenringen
Boden
humusreiche, oft kalkhaltige Böden
Saison
JFMAMJJASOND
Aug – Nov

Speisewert & Verwechslung

SpeisewertDer Speisewert wird unterschiedlich beurteilt und reicht von gut bis minderwertig, da Geruch und Geschmack mancher Exemplare als aufdringlich oder unangenehm empfunden werden. Wie bei allen Rötelritterlingen sollte der Pilz vor dem Verzehr gründlich durcherhitzt und nicht roh gegessen werden.
VerwechslungsgefahrDie Art ist leicht mit dem Violetten Rötelritterling (Lepista nuda), dem Schmutzigen Rötelritterling (Lepista sordida) und dem Lilastieligen Rötelritterling (Lepista saeva) zu verwechseln, die alle ebenfalls essbar sind. Gefährlicher ist die Verwechslung mit violett gefärbten, teils giftigen Schleierlingen (Cortinarius-Arten) wie dem Lila Dickfuß oder dem Bocksdickfuß sowie mit dem giftigen Weißlichen Anistrichterling.

Weitere Hinweise

BesonderheitDie Art ist stark hygrophan, das heißt der Hut hellt beim Trocknen deutlich auf, wodurch sie wesentlich blasser erscheint als der nah verwandte Violette Rötelritterling.
KommentarLepista glaucocana zählt zu einer Gruppe von mehreren sehr ähnlichen, essbaren Rötelritterlingsarten, die von Experten teils als eigene Arten, teils als Varietäten von Lepista nuda angesehen werden.
HinweisDa eine Verwechslung mit giftigen violetten Schleierlingsarten (Cortinarius) möglich ist und der Pilz roh unverträglich sein kann, sollte er nur von erfahrenen Sammlern bestimmt und stets gut durchgegart verzehrt werden.

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Verwandte Arten

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