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Stockschwämmchen
Essbar Lamellenpilz Saison: Apr – Nov

Stockschwämmchen

Kuehneromyces mutabilis auch: Gemeines Stockschwämmchen · Echtes Stockschwämmchen · Stockschüppchen
Synonyme: Pholiota mutabilis, Galerina mutabilis, Dryophila mutabilis, Agaricus mutabilis
Stockschwämmchen
Foto: Achim Lammerts (Syntaxys)
Foto: Stockschwämmchen
Foto: Achim Lammerts (Syntaxys) · CC BY-SA 4.0

Schematische Form & Farbe

Das Gemeine Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) ist ein büschelig an morschem Laubholz wachsender Lamellenpilz aus der Familie der Träuschlingsverwandten. Charakteristisch sind der hygrophane, honig- bis rotbraune Hut, die dicht stehenden, herablaufenden Lamellen sowie der schlanke Stiel mit häutigem Ring, der unterhalb braunschuppig und oberhalb glatt ist. Als sehr guter Speisepilz ist er wegen seiner großen Ähnlichkeit zum tödlich giftigen Gifthäubling nur für erfahrene Sammler geeignet.

Hut & Fruchtkörper

Form
jung halbkugelig bis glockenförmig, später flach ausgebreitet mit stumpfem Buckel
Farbe
feucht honig- bis rotbraun oder zimtbraun mit dunklerer Mitte, trocken honig- bis ockergelb ausblassend, oft auffallend zweifarbig
Oberfläche
glatt, kahl, fettig glänzend, stark hygrophan, Rand fein gerieft
Durchmesser
2,0–8,0 cm
012 cm

Erscheinungszeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Apr – Nov · rot = aktueller Monat
Achtung
Oft verwechselt mit: Gifthäubling · Graublättriger Schwefelkopf · Grünblättriger Schwefelkopf · Samtfußrübling · Ziegelroter Schwefelkopf

Sporenträger (Hymenophor)

Typ
Lamellen
Farbe
zunächst hell ockerlich bis blassbraun, später durch das Sporenpulver zimt- bis rostbraun
Lamellenansatz
herablaufend
Lamellenstand
gedraengt
Sporenpulverfarbe
rostbraun bis zimtbraun

Stiel

Form
schlank, zylindrisch, oft etwas gebogen, im Alter hohl
Farbe
oberhalb des Rings hellgelb bis cremefarben, unterhalb des Rings zur Basis hin zunehmend dunkelbraun
Oberfläche
oberhalb des Rings glatt, unterhalb des Rings braunschuppig
Basis
Ring, genattert
Höhe
3,0–8,0 cm
012 cm
Dicke
0,2–0,5 cm
01 cm
Besonderheiten
Ring
mit Ring

Fleisch, Geruch & Geschmack

Fleischfarbe
im Hut blass gelblich, im Stiel rostbraun, zur Basis hin dunkler
Verfärbung
Das Fleisch bzw. der gesamte Fruchtkörper ist durch die hygrophane Huthaut stark feuchtigkeitsabhängig und verändert dadurch namensgebend (mutabilis = veränderlich) sichtbar seine Farbe.
Geruch
angenehm pilzartig-würzig, nach frisch gesägtem Holz
Geschmack
mild, nussig, würzig, angenehm pilzig

Vorkommen & Ökologie

Lebensweise
Saprobiontisch, Folgezersetzer von totem Holz
Habitat
büschelig an morschen Laubholzstubben, -stämmen und -ästen, besonders an Buche, Birke, Weide, Erle und Linde, in höheren Lagen gelegentlich auch an Nadelholz

Speisewert & Verwechslung

SpeisewertDas Stockschwämmchen gilt als sehr guter, würziger Speisepilz, der sich besonders für Suppen eignet. Verwendet werden sollten nur die Hüte, da die Stiele zäh und nicht genießbar sind, und der Pilz sollte vor dem Verzehr gut gegart werden.
VerwechslungsgefahrDie größte und lebensgefährliche Verwechslungsgefahr besteht mit dem tödlich giftigen Gifthäubling (Galerina marginata), der oft am selben Stamm wächst und sich nur sicher anhand der Stielmerkmale unterscheiden lässt (silbrig-faseriger Stiel ohne braune Schuppung beim Gifthäubling). Weitere Doppelgänger sind giftige Schwefelkopf-Arten, der Sparrige Schüppling sowie der essbare Rauchblättrige Schwefelkopf und der Wässrige Mürbling.

Weitere Hinweise

BesonderheitDer Artname mutabilis (lat. veränderlich) bezieht sich auf den stark hygrophanen Hut, der je nach Feuchtigkeitsgehalt seine Farbe deutlich ändert. Der Pilz wird auch kommerziell auf Holz kultiviert, um die Verwechslungsgefahr beim Wildsammeln zu umgehen.
KommentarTrotz seines ausgezeichneten Speisewerts wird das Sammeln des Stockschwämmchens in der Wildnis nur erfahrenen Kennern empfohlen, da eine Verwechslung mit dem Gifthäubling tödlich enden kann. Jeder Fruchtkörper sollte einzeln anhand des vollständigen Stiels geprüft werden.
HinweisAchtung: Das Stockschwämmchen besitzt mit dem Gifthäubling (Galerina marginata) einen tödlich giftigen Doppelgänger, der dieselben Amatoxine wie der Grüne Knollenblätterpilz enthält und sogar am selben Stamm wachsen kann. Es sollte ausschließlich von erfahrenen Kennern gesammelt werden, wobei jeder einzelne Fruchtkörper mit vollständigem Stiel sorgfältig geprüft werden muss; im Zweifel ist ein Pilzsachverständiger zu konsultieren oder der Fund zu verwerfen.

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