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Mehlräsling

auch: Mehlpilz, Großer Mehlräsling, Pflaumen-Räsling, Pflaumenpilz, Moosling, Simmerling, Großer Musseron

Clitopilus prunulus · syn. Clitopilus orcellus, Agaricus orcellus, Agaricus prunulus, Paxillus prunulus, Omphalia prunula, Rhodosporus prunulus, Hyporrhodius prunulus

Essbar Lamellenpilz Clitopilus Saison: Jul – Nov
Foto: Mehlräsling
Foto: Adrien BENOIT à la GUILLAUME · CC BY-SA 4.0

Schematische Form & Farbe

Der Mehlräsling (Clitopilus prunulus) ist ein weit verbreiteter Lamellenpilz mit weißem bis weißgrauem, matt bereiftem Hut und herablaufenden, im Alter rosafarbenen Lamellen. Charakteristisch ist sein intensiver, mehlartiger Geruch und Geschmack, der zusammen mit dem rosa Sporenpulver zur Bestimmung dient. Er wächst von Juli bis November vor allem in Wäldern und an Waldrändern und gilt als schmackhafter, aber wegen giftiger Doppelgänger nur für Kenner empfehlenswerter Speisepilz.

Hut & Fruchtkörper

Form
jung konvex, im Alter flach mit flacher Mitteldelle, Hutrand oft eingerollt
Farbe
schneeweiß bis weißgrau, seltener leicht gelblich
Oberfläche
matt, fein bereift (an Pflaumenschale erinnernd), bei Feuchtigkeit etwas schmierig-klebrig
Durchmesser
3.0 – 10.0 cm

Sporenträger (Hymenophor)

Typ
Lamellen
Farbe
zunächst weißlich, im Alter durch die Sporen rosa werdend
Lamellenansatz
herablaufend
Lamellenstand
gedraengt
Sporenpulverfarbe
rosa

Stiel

Form
zylindrisch, oft leicht exzentrisch oder etwas gebogen
Farbe
weiß
Oberfläche
glatt bis leicht faserig
Maße
3.0 – 8.0 cm hoch · 0.5 – 1.5 cm dick
Besonderheiten
ohne Ring, Scheide oder Netz

Fleisch, Geruch & Geschmack

Fleischfarbe
weiß
Verfärbung
kaum, bei Druck oder Verletzung höchstens leicht gräuliche Flecken
Geruch
stark und typisch mehlartig, bei Feuchtigkeit auch als gurkenartig beschrieben
Geschmack
mehlig

Vorkommen & Ökologie

Lebensweise
Sonstige
Habitat
Laub- und Nadelwälder, gerne an lichten Stellen, Wegrändern, Waldwiesen und zwischen Moos
Boden
nährstoffreiche Böden
Saison
JFMAMJJASOND
Jul – Nov

Speisewert & Verwechslung

SpeisewertDer Mehlräsling gilt als guter und ergiebiger Speisepilz mit angenehmem, mehligem Aroma, das beim Braten allerdings schwächer wird.
VerwechslungsgefahrDer Mehlräsling wird leicht mit verschiedenen weißen Trichterlingsarten verwechselt, die teils giftig sind, etwa dem Bleiweißen Trichterling und dem Feldtrichterling, die sich durch weißes statt rosa Sporenpulver und meist schwächeren, eher erdigen Geruch unterscheiden. Auch eine Verwechslung mit dem essbaren Mairitterling ist möglich, der aber weißes Sporenpulver und ausgebuchtet angewachsene statt herablaufende Lamellen besitzt.

Weitere Hinweise

BesonderheitDer Artname prunulus (lat. Pfläumchen) bezieht sich auf die fein bereifte Huthaut, die an die Bereifung von Pflaumen erinnert; zudem wird vermutet, dass die Art parasitisch auf dem Myzel anderer Pilze wie Steinpilzen, Hexenröhrlingen oder Fliegenpilzen lebt.
KommentarAufgrund der teils tödlich giftigen Doppelgänger unter den weißen Trichterlingen sollte der Mehlräsling nur von erfahrenen Pilzkennern gesammelt werden, die gezielt auf Sporenpulverfarbe und Geruch achten.
HinweisEs besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit potenziell giftigen bis tödlich giftigen weißen Trichterlingsarten; eine sichere Bestimmung erfordert die Prüfung von Sporenpulverfarbe (rosa statt weiß) und Geruch, da Handgeruch von zuvor gesammelten Mehlräslingen den schwächeren Trichterlingsgeruch überdecken kann.

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