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Waldberichte

Leere Körbe im Nürnberger Land: Warum die Trockenheit uns Pilzverliebte auf die Probe stellt

31.08.2026 · Markus Habricht

Hallo liebe Pilzfreunde,

wer in den letzten Tagen voller Vorfreude mit Korb und Messer durch unsere wunderschönen Wälder im Nürnberger Land gestreift ist, kennt das derzeitige, recht frustrierende Bild: Das Laub knirscht laut bei jedem Schritt, der Moosboden ist staubtrocken und die erhofften Pfifferlinge oder Steinpilze lassen sich einfach nicht blicken.

Aktuell herrscht in unserer Region eine hartnäckige Trockenheit, die uns Pilzsammlern leider einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht. Doch warum reagieren unsere geliebten Waldschätze so empfindlich auf das ausbleibende Wasser?

Die unsichtbare Welt: Wie Trockenheit das Pilzwachstum hemmt
Um zu verstehen, warum unsere Körbe derzeit leer bleiben, müssen wir einen Blick unter die Erde werfen. Das, was wir sammeln, ist lediglich der Fruchtkörper. Der eigentliche Organismus, das Myzel, lebt als riesiges, feines Geflecht im Boden.

Fehlender Regen hat auf diesen sensiblen Organismus massive Auswirkungen:

Gut zu wissen: Ein kurzer, heftiger Regenschauer reicht oft nicht aus, um das Wachstum anzukurbeln! Ein ausgetrockneter Waldboden wirkt anfangs wasserabweisend. Es braucht meist einen ausgiebigen, langanhaltenden Landregen. Danach dauert es in der Regel noch etwa 10 bis 14 Tage, bis die ersten Pilze sprießen.
Riesenschirmpilz
Riesenschirmpilz

Was können wir in der Zwischenzeit tun?
Auch wenn die große Ernte im Nürnberger Land momentan ausfällt, können wir die Zeit sinnvoll nutzen:

Besondere Standorte absuchen: Versucht euer Glück an schattigen Nordhängen, in tiefen, moosigen Senken oder in der direkten Nähe von Bächen. Dort hält sich die Restfeuchtigkeit am längsten.

Theorie auffrischen: Nutzt die Zeit auf dem Sofa, schnappt euch euer Bestimmungsbuch und macht euch mit Doppelgängern oder neuen Arten vertraut.

Standorte erkunden: Ohne den ständigen Blick auf den Boden könnt ihr entspannt neue Waldstücke auf interessante Baumkonstellationen (wie alte Eichen oder Buchen) prüfen und euch diese für den Herbst merken.

Lasst uns gemeinsam auf den nächsten großen Landregen hoffen! Sobald der Wald wieder aufatmet, werden auch die Pilze zurückkehren – und dann sind wir bereit.

Bleibt pilzverliebt!

Bist du sicher?